Besondere Herausforderung für Tunnelfeuerwehren

Mit Ende November 2023 ist die Freigabe des ersten Baubabschnittes "West" für die S 7 bis nach Dobersdorf geplant. Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten und vielen praktischen Einsatzübungen außerhalb und im Tunnel in Rudersdorf, wurden nun vergangenes Wochenende im Feuerwehrhaus von Rudersdorf-Ort noch zusätzlich Führungskräfte und unterstützende Feuerwehren aus den Bezirken Jennersdorf und Güssing auf die besonderen Herausforderungen eines Brandeinsatzes in einem Tunnel geschult. Lehrgangsleiter Ing. Thomas Braun stellte dafür den von ihm ausgearbeiteten Lehrgang vor, wobei auch die direkt an der S 7 gelegenen Einsatz- und Sammeplätze besichtigt wurden. Das gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrkommando Burgenland erarbeitete Einsatzkonzept für die Bewältigung derart hochkomplexer und schwieriger Einsätze soll damit allen interessierten Feuerwehrmitgliedern zugänglich gemacht werden. Nach der Vorstellung des Einsatzkonzeptes und der dafür angeschafften Einsatzmittel, wurden in zwei praktische Übungen diese sofort eingesetzt. Ziel des Lehrgang ist es, neben den "Spezialkräften" möglichst viele Feuerwehren mit der Einsatztaktik bei der Bekämpfung von Bränden in Tunnelanlagen vertraut zu machen.

PKW kam auf Streusplitt ins Schleudern

Am Freitag, den 18.08.2023, dürfte kurz vor Mitternacht im Ortsgebiet von Neumarkt an der Raab ein PKW-Lenker den auf der Landesstraße frisch aufgebrachten Streusplitt zu spät bemerkt haben. Er verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen die Straßenböschung. Der Lenker blieb bei dem Unfall zum Glück unverletzt. Zur Bergung des schwer beschädigten Fahrzeuges rückten die Feuerwehren von Neumarkt an der Raab und Jennersdorf mit insgesamt drei Einsatzfahrzeugen und 15 Mann aus. Mit Hilfe des Kran des schweren Rüstfahrzeuges wurde der fahruntaugliche PKW aus dem Straßengraben gehoben und auf einem gesicherten Platz abgestellt. Zudem musste die Fahrbahn von ausgetretenen Betriebsflüssigkeiten gereinigt werden.

 

Zimmerbrand mit verletzten Personen in Jennersdorf

Am 15.08.2023 ist es am Feiertag kurz nach Mittag in Jennersdorf zu einem Küchenbrand in einer Wohnhausanlage gekommen, bei welchem erheblicher Schaden entstand. Zwei Bewohner mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehren von Grieselstein und Neumarkt an der Raab haben die Löscharbeiten der Feuerwehr Jennersdorf unterstützt. 46 Feuerwehrmitglieder mit 8 Fahrzeugen konnten unter der Einsatzleitung von Alfred Gratzer den Brand rasch unter Kontrolle bringen und eine Ausbreitung auf andere Wohnungen verhindern. Nach dem ersten Löschangriff unter schwerem Atemschutz führte ein weiterer Trupp eine Kontrolle der einzelnen Zimmer mit der Wärmebildkamera durch und nahm an noch heißen Brandstellen gezielt Löschmaßnahmen vor. Zusätzlich wurden mit einem Ventilator die giftigen Rauchgase sowie die noch heiße Raumluft aus dem Gebäude ins Freie gedrückt.. Die Brandursache ist zur Zeit nicht bekannt und soll zeitnah durch sachverständige Brandermittler der Polizei geklärt werden.

Hochwasseralarm in Jennersdorf

Schwere Regenfälle haben in der Nacht auf den 04.08.2020 eine Spur der Verwüstung in Jennersdorf hinterlassen. Nach nur wenigen Minuten sind zahlreiche Keller unter Wasser gestanden. Betroffen waren wiederum die Bewohner der Wohnhausanlagen in der Schulstraße und in der Hans Ponstingl Gasse. Auch Einsatzadressen in der Raxer Straße, Wenzelgasse und in Jennersdorf Bergen waren abzuarbeiten. Neben dem Auspumpen von Kellern, mussten Kanäle freigehalten werden, Verkehrswege von umgestürzten Bäumen befreit werden und eine Fahrzeugbergung durchgeführt werden. Insgesamt wurden im Laufe des Vormittags über 20 Einsatzadressen behandelt. Die schweren Regenfälle erinnern an das Hochwasser 2020, bei dem ein Taxi im Rückhaltebecken versunken ist. Durch die mittlerweile weiter umgesetzten Hochwasserschutzmaßnahmen, sind der Bevölkerung in diesem Jahr Szenarien wie in den Jahren 2014 und 2020 erspart geblieben. Um das Einsatzaufkommen bewältigen zu können, wurden Wehren aus der Stadtgemeinde nachalarmiert. Insgesamt waren neben der Feuerwehr Jennersdorf selbst noch die Feuerwehren Henndorf, Rax Ort und Rax Bergen im Gemeindegebiet eingesetzt.

 

Beim Umkehren mit PKW beinahe in den Hochwasser führenden Grieselbach abgetaucht

Ein junger Lenker aus der Steiermark rutschte an „Christi Himmelfahrt“ kurz nach Mitternacht beim Skaterplatz in Jennersdorf mit seinem PKW über die steile, nasse Bachböschung in den „Grieselbach“ und kam dabei dem Wasserpegel gefährlich nahe. Aufgrund der starken Regenfälle in den vergangenen Tagen ist das Bachbett derzeit übermäßig stark mit Wasser gefüllt und es herrschte an dieser Stelle auch eine starke Strömung. Der junge Mann aus der Steiermark hatte beim Umkehren die Bachböschung zu spät bemerkt, es gelang ihm aber, sein Fahrzeug gerade noch rechtzeitig vor der Wasseroberfläche einzubremsen. Die Stadtfeuerwehr Jennersdorf rückte zwei Fahrzeugen zum Einsatzort aus und konnte mit dem Kran des schweren Rüstfahrzeug den PKW unbeschädigt wieder aus dem Bachbett heben.

 

Cabrio von Straße abgekommen

Aus unbekannter Ursache kam ein PKW-Lenker am 06.05.2023 mit seinem Cabrio auf der Bundesstraße B 57 zwischen Henndorf und Jennersdorf von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug kam im Straßengraben auf dem Dach zu liegen. Die Feuerwehr Jennersdorf wurde von der Feuerwehr Rax Bergen zur Bergung nachalarmiert. Nach dem Absichern der Unfallstelle konnte das schwer beschädigte Cabrio mit Hilfe des Kranfahrzeuges geborgen und gesichert abgestellt werden. Die Bundesstraße musste für die Dauer der Bergearbeiten gesperrt werden.

Schwierig zu löschender Dachstuhlbrand in Eltendorf (15.02.2023)

Mittwoch, den 15. Feber 2023, brach gegen 14.30 Uhr im Ortszentrum von Eltendorf am Dach eines mit einer Photovoltaikanlage ausgestatteten Mehrparteienwohnhauses ein Feuer aus. Es dauerte rund neun Stunden, bis der Brand endgültig gelöscht werden konnte. Zuerst sah alles nach einem „gewöhnlichen“ Dachstuhlbrand aus, der rasch unter Kontrolle gebracht bzw. gelöscht werden könnte. Doch die Besonderheit der Dacheindeckung - nämlich die aus speziellem Kunststoff gefertigten Dachziegel – erschwerten die Löschmaßnahmen in einem nicht vorhersehbarem Ausmaß. Die Dachziegeln waren offensichtlich nur schwer brennbar und verhinderten dadurch, dass das Löschwasser zum eigentlichen Brandherd darunter gelangen konnten. Zudem waren die Ziegeln mit Schrauben am Dachstuhl befestigt, sodass jedes einzelne Element mühsam entfernt werden musste. Durch den großen Löschwasserbedarf war der Wasserbestand des Ortswasserleitungsnetzes nach einigen Stunden erschöpft und eine neue Löschwasser-Versorgungsleitung zu einem rund 700 Meter entfernten Hydranten musste verlegt werden. Dieser Hydrant war an die große Verbindungsleitungsleitung des Wasserverband „Unteres Lafnitztal“ in Heiligenkreuz angeschlossen und lieferte die benötigten Wassermengen. Da der Brand nach rund fünf Stunden Einsatzdauer noch immer nicht gelöscht werden konnte, entschied sich der Feuerwehr-Einsatzleiter Stefan Wiener dazu, von einem nahen Erdbau- und Transportunternehmen einen Kettenbagger mit Sortiergreifer anzufordern, um den Dachstuhl im Bereich der Photovoltaikanlage sowie die vom Brand betroffene Dachfläche abtragen zu können. Diese Einsatzmaßnahme zeigte den erhofften Erfolg, so dass gegen 23.00 Uhr die Meldung „Brand aus“ durchgegeben werden konnte. Insgesamt standen elf Feuerwehren mit rund 120 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz. Die Stadtfeuerwehr Jennersdorf stand u. a. mit der Teleskopmastbühne für die Brandbekämpfung von oben, dem Rüstlöschfahrzeug „Tunnel“ sowie weiteren Versorgungs- und Mannschaftstransportfahrzeugen im Einsatz. Mit der mobilen Pressluftstation wurden fortwährend die zahlreich verbrauchten Atemluftflaschen wiederbefüllt, zudem stellte die Wehr auch selbst mehrere Atemschutztrupps.

 

Sturmschaden in der Hauptstraße in Jennersdorf (04.02.2023)

Am Samstag, den 4. Feber 2023, traten im gesamten Bezirk Jennersdorf starke Sturmböen auf. Auch die Stadtfeuerwehr Jennersdorf wurde zu einem Sturmschadeneinsatz alarmiert: In einem Hausgarten im Bereich der Kreuzung der Hauptstraße mit dem Bahnhofring war ein entwurzelter Baum auf ein Hausdach gefallen. Beim Eintreffen unserer Wehr stellte sich heraus, dass zum Glück nur der Baumwipfel das Hausdach getroffen hatte und dabei nur geringer Sachschaden entstanden war. Nachdem der Baumstamm mit einer Kettensäge in transportfähige Stücke zerschnitten worden war, zog unser Feuerwehrmitglied Martin Neubauer mit einer Holzzange und seinem Traktor die Baumteile zu einem sicheren Lagerplatz. Ein weiterer, großer Nadelbaum am Bahnhofring wies aufgrund seiner exponierten Lage eine gefährliche Neigung auf, blieb aber wegen der nachlassenden Windstärke doch noch stehen, sodass unsere Wehr nach rund einer Stunde wieder ins Feuerwehrhaus einrücken konnte. Die Stadtfeuerwehr Jennersdorf stand mit drei Feuerwehrfahrzeugen, einem Traktor und 15 Mitgliedern im Einsatz. Während der Beseitigung des Sturmschadens wurde der Straßenverkehr von der Polizei Jennersdorf und Minihof-Liebau lokal umgeleitet.

Erneuter Ölaustritt in die Raab (03.02.2023)

Freitagvormittag entdeckte ein Spaziergänger erneut einen Ölfilm auf der Raab nächst dem Stromkraftwerk und verständigte ein Naturschutzorgan. Bereits am 30. Dezember des Vorjahres war es zu einem ähnlichen Störfall gekommen. Die Feuerwehren von Neumarkt an der Raab und Jennersdorf banden den in hellen, irisierenden Farben leuchtenden Ölfilm mit Ölbindemittel und errichten unterhalb der Austrittstelle eine schwimmende Ölsperre, wo sich das mit Öl vollgesaugte Pulver ansammeln und danach wieder abgeschöpft werden konnte. Der ortsabwesende Kraftwerksbetreiber führte wie zuletzt eine Fernabschaltung des Kraftwerkes durch. Diesmal wurden aber durch die Abschaltung verstärkt freigesetzten Wassermengen zusätzlich Öl aus dem Maschinengebäude in die Raab gespült. Es daher notwendig, sofort eine zweite, zusätzliche Ölsperre zu errichten. Bezirkshauptmann DDr. Hermann Prem und Bezirksfeuerwehrkommandant Jochen Illigasch machten sie vor Ort ein Bild vom Schadenausmaß. bzw. den notwendigen Maßnahmen. Um Schäden für die Umwelt und den Fischbestand zu vermeiden, ist es die ganz Nacht über noch notwendig, die Ölsperren weiterhin regelmäßig zu kontrollieren bzw. das angesammelte, verunreinigte Ölbindemittel abzuschöpfen. Die Polizei führt derzeit die Ermittlungen zur Feststellung der Ursache für den erneuten Ölaustritt bzw. der Erhebung von allfälligen Schäden für den Fischbestand bzw. der Wasserqualität durch. Die Feuerwehren Jennersdorf und Neumarkt an der Raab standen mit elf Mitgliedern und fünf Fahrzeugen von 10.00 – 12 Uhr im Einsatz.

 

Ölaustritt beim Kraftwerk in Neumarkt an der Raab (30.12.2022)

Freitagnachmittag entdeckte ein Naturschutzorgan in Neumarkt an der Raab unterhalb eines Kleinkraftwerkes einen Ölfilm auf der Wasseroberfläche und schlug Alarm. Die Feuerwehren von Neumarkt an der Raab und Jennersdorf rückten zum Einsatzort aus und stellten fest, dass geringe Mengen an Öl offenbar von einem Überlauf in die Raab gelangt waren. Es wurde sofort Ölbindemittel aufgetragen und eine Ölsperre in der Raab errichtet. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Kraftwerksbetreiber wurde das Kraftwerk fernabgeschaltet. Ein umweltkundiges Organ der Polizei nahm Wasserproben und nach Rücksprache mit der Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf konnte Entwarnung geben werden, weil es sich um ein biologisch abbaubares Produkt handelte. Messungen nach der Ölaustrittstelle ergaben, dass dieses in 500 Meter Entfernung nicht mehr „nachweisbar“ war. Die Ölsperre wird noch die ganze Nacht betreut bzw. kontrolliert und kann voraussichtlich morgen abgebaut werden. Warum es zu dem Ölaustritt kommen konnte, war bis zum Abschluss des Einsatzes nicht bekannt.

 

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